Herzlich Willkommen! In der Rubrik Die ersten Schritte erklären wir Ihnen ausführlich, wie man Aktien kauft. Aber auch erfahrene Anleger finden auf unserer Seite viele spannende Artikel rund um die Börse. Wir wünschen viel Erfolg!

Welche Aktiencharts gibt es?

In dem Kapitel über Chartanalyse geht es darum, an Hand verschiedener Merkmale und Methoden Kursprognosen aus den Aktiencharts herauszulesen. Damit Sie die Chartanalyse optimal auf ihre Bedürfnisse anwenden können, erfahren Sie in diesem Kapitel das Wesentliche über die unterschiedlichen Darstellungsformen von Aktiencharts. Beachten Sie, dass es nicht das ‚eine‘ Schaubild gibt: Benutzen Sie das, welches Ihnen am meisten zusagt. Wir stellen Ihnen hier die 3 wichtigsten Aktiencharts vor.

Alle 3 Aktiencharts können als Tages- , Wochen- oder Monats – Chart dargestellt werden, je nachdem welchen Zeithorizont Sie wählen.

1) Linien – Chart

Der Linienchart ist wahrscheinlich der bekannteste Chart, wenn auch nicht der meistbenutzte. Ein Linienchart verbindet die jeweiligen Schlusskurse miteinander und fügt diese zu einem – mehr oder weniger – harmonischen Schaubild zusammen. Bei einem Linienchart bekommen Sie einen recht guten Überblick über die Aktie, mit einem Nachteil: Der Schlusskurs erlaubt keine Aussage über die Handelsspanne. Es kann also sein, dass ein Aktienkurs morgens mit 100 € eröffnet und dann im Lauf des Tages bei 110 € schließt. Eingezeichnet wird dann nur der Kurs bei 110 €, obwohl der Kurs im Laufe des Tages um 10 % gestiegen ist. Andererseits sind viele Analysten überzeugt, dass der Schlusskurs der wichtigste Aktienkurs ist. Das gerade beschriebene ‚Problem‘ wird von Balkencharts gelöst.

Adidas AktienchartDer Aktienkurs von Adidas innerhalb 6 Monate dargestellt als Linienchart.
Quelle: comdirect.de


2) Balken – Chart

Wie der Name schon verrät, werden die einzelnen Tages- , Wochen- oder Monats – Charts mit Balken angezeigt. Das untere Ende des Balken beschreibt den Tages- Tiefkurs (Bei Tages-Charts) und der Ober den Höchstkurs. Der linke waagrechte Strich gibt den Eröffnungskurs wider, während der rechte den Schlusskurs symbolisiert. Der große Vorteil des Aktiencharts ist es, dass Sie genau wissen, wie stark ein Aktienkurs schwankt. Der Balkenchart ist der am häufigsten benutzte Aktienchart.

Balkenchart ChartanalyseDerselbe Zeitraum wie oben dargestellt mit Balkencharts. Die Handelsspanne ist sehr schön erkennbar.
Quelle: comdirect.de


3) Kerzen – Charts

Der Ursprung des Kerzencharts stammt aus Japan, ist aber mittlerweile auch hier sehr beliebt. Der Kerzenchart hat eine große Ähnlichkeit mit dem Balkenchart. An statt der waagrechten Linie (Sie erinnern sich: Eröffnungs- und Schlusskurs), bekommt der Chart einen ‚Körper': weiß, wenn der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs liegt und schwarz andersherum. Der Abstand gibt wiederum die Handelsspanne an. An Hand von bestimmten schwarz-weiß Mustern werden beim Kerzenchart Kursprognosen vorhergesagt.

Chartanalyse Candle SticksWieder der gleiche Zeitraum. Normalerweise ist der Kerzenchart schwarz/weiß. Aber die Einfärbung ist visuell etwas schöner.
Quelle: comdirect.de

Skalierung der Aktiencharts

Sie können die verschiedenen Charts auch unterschiedlich skalieren:

1) Arithmetisch: Das ist die gängige Skalierung, also die Skalierung in absoluten Zahlen.

Chartanalyse DAX Der Adidas Aktienkurs seit 2005 mit absoluten Zahlen (Euro-Beträge)
Quelle: comdirect.de


2) Logarithmisch: 
Logarithmische Skalierung bedeutet, dass gleiche prozentuale Abstände auch den gleichen metrischen Abstand zugewiesen bekommen. Die Aktiencharts werden also korrigiert. Ein Beispiel:

1) Ein Aktienkurs steht bei einem Euro. Im Laufe des Tages steigt er auf 2 €, also ein Zuwachs von 100%.
2) Ein anderer Kurs steht bei 5 € und steigt auf 10 €. Auch ein Zuwachs von 100%.

Bei der logarithmischen Skalierung ist der Abstand in den Aktiencharts in Beispiel 1 genauso groß wie der Abstand in Beispiel 2. Während bei der absoluten Darstellung der Chart in Beispiel 2 viel höher ansteigt.

 

Logarithmischer AktienchartAuf der Skala wird deutlich, dass der Abstand zwischen 20 und 40 Euro derselbe ist, wie zwischen 40 und 80 €. Dadurch wirkt die Skale nach oben hin etwas gestaucht.
Quelle: comdirect.de

 

3) Prozentual: Die prozentuale Darstellung ist ganz praktisch, um direkt anzeigen zu lassen, um wie viel Prozent der Aktienkurs gestiegen ist.

 


Urheber des Titelbildes: © lassedesigen  fotolia.de

 

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