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Die Finanzkrise 2007 im Zeitraffer

Im September 2008 bricht die amerikanische Bank „Lehman Brothers“ zusammen und markiert den Höhepunkt einer Finanzkrise, die eigentlich schon viel früher begann. Bei  immer neuen Nachrichten verliert man oft den Überblick und die Zusammenhänge über diese bedeutende Weltwirtschaftskrise. In diesem Artikel werden wir die Ereignisse chronologisch ordnen um das Ausmaß und die Ursachen der Finanzkrise besser verstehen zu können.

August 2007

  • Der 9. August 2007 wird offiziell als Beginn der Finanzkrise ausgemacht. In den USA herrscht eine Immobilienblase und es kommt zu weltweiten Liquiditätsengpässen: Banken gewähren sich immer weniger Kredite untereinander.

Dezember 2007

  • Bedeutende Zentralbanken (Bank of Canada, Bank of England, EZB, Fed … ) verringern den Druck an kurzfristigen Refinanzierungsmärkten.

September 2008

  • Am 15. September meldet Lehman Brothers Insolvenz an.
  • 29. September: Die EZB führt Refinanzierungsgeschäft mit Sonderlaufzeit ein.

Oktober 2008

  • Zentralbanken senken gemeinsam die Leitzinsen (08.10.2008).
  • 29. September: EZB und Fed beschließen weitere Maßnahmen gegen Spannungen an den Refinanzierungsmärkten.

November 2008

  • 6. November: EZB senkt Leitzins um 50 Basispunkte.

Dezember 2008

  • 4. Dezember: EZB senkt Leitzins um 75 Basispunkte.

Januar 2009

  • 15. Januar: EZB senkt Leitzins um 50 Basispunkte.

März 2009

  • 5. März: EZB senkt Leitzins um 50 Basispunkte.

April 2009

  • 2. April: EZB senkt Leitzins um 25 Basispunkte.
  • 2. April: G 20 planen Einrichtung eines Finanzstabilitätsrates.

Mai 2009

  • 7. Mai: Die EZB senkt Leitzinsen um 25 Basispunkte.

Juni 2009

  • 4. Juni: Programm zum Ankauf von Schuldverschreibungen durch die EZB.

April 2010

  • 23. April: Griechenland erbittet finanzielle Unterstützung.

Mai 2010

  • 2. Mai: Es wird ein Kreditpaket für Griechenland verabschiedet.

Juli 2010

  • 23. Juli: Veröffentlichung der Ergebnisse des Bankenstresstests.

Dezember 2010

  • 7. Dezember: Gemeinsames Rettungspaket für Irland durch EU und IWF.
  • 16.-17. Dezember: Einführung ESM.

April 2011

  • 6. April: Portugal beantragt finanzielle Hilfe.
  • 7. April 2011: Die EZB erhöht Leitzins um 15 Basispunkte.

Juli 2011

  • 7. Juli: EZB erhöht Leitzins um 25 Punkte.

November 2011

  •  1. November: Mario Draghi wird EZB-Präsident.
  • 3. November: Die EZB senkt Leitzins um 25 Basispunkte.

Dezember 2011

  • 8. Dezember: Die EZB senkt Leitzins um 25 Basispunkte.

Februar 2012

  • 21. Februar: Zweites finanzielles Hilfspaket für Griechenland.

Juni 2012

  • 27. Juni: Spanien und Zypern beantragen finanzielle Unterstützung.

Mai 2014

  • Abschlussprüfungen von Irland und Portugal (finanzielle Überwachung).

Finanzkrise in Irland

Hat’s in der Finanzkrise auch erwischt: Irland
Quelle Fotolia.com  © josephotographie.de

 

 

Das waren einige wichtige Eckdaten zur Finanzkrise. Natürlich bei Weitem nicht vollständig. Viele weitere Maßnahmen wurden beschlossen und umgesetzt. Auch ist das Quantitative Easing (deutsch: Finanzielle Lockerung) im Endeffekt eine Reaktion auf die Auswirkungen dieser Finanzkrise.

Bleibt noch abschließend zu klären, wie es überhaupt zu der Finanzkrise dieses Ausmaßes kommen konnte. Eine eindeutige Antwort werden Sie wahrscheinlich nicht finden, aber folgende Ursachen werden als die wichtigsten angesehen:

  • Immobilienblase

Der eigentlichen Finanzkrise ging eine Immobilienblase in der USA voraus.

  • Schwache Regulierung des Bankensektors

Durch die nicht konsequente Aufsicht des Bankensektors konnte es erst soweit kommen. Im Nachhinein eingeführte Maßnahmen wie der Stresstest, Basel 3, Einführung eines Finanzstabilitätsrates etc . sollen dieser Ursache Abhilfe verschaffen.

  • Schattenbanken

Übertragung von Krediten auf Schattenbanken um der Offenlegung zu entgehen und somit vor den Aufsichtsbehörden zu verstecken.

  • Ratingagenturen

Berühmte Ratignagenturen haben zu gute Bonitätsnoten vergeben, die nicht gerechtfertigt waren. Ohne diese Topratings wäre der Umsatz der verbrieften Kredite längst nicht so hoch gewesen.

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